Was tun, wenn das Kind seine Lehrkraft nicht mag
Praktische Schritte für Eltern, wenn das Kind Probleme mit der Lehrkraft hat und wie man die Situation verbessern kann.
- Erstmal zuhören und verstehen. Lassen Sie Ihr Kind erzählen, ohne sofort zu bewerten oder Lösungen anzubieten. Fragen Sie nach konkreten Beispielen: Was genau stört dich? Wann passiert das? Wie fühlst du dich dabei? Oft stecken hinter 'Ich mag sie nicht' ganz andere Probleme – vielleicht ist der Unterricht zu schwer, zu leicht oder Ihr Kind fühlt sich übersehen.
- Die Perspektive wechseln. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Lehrkräfte Menschen sind mit verschiedenen Persönlichkeiten und Unterrichtsstilen. Manche sind strenger, andere lockerer. Das bedeutet nicht, dass sie Ihr Kind nicht mögen. Helfen Sie dabei, positive Eigenschaften der Lehrkraft zu entdecken und sprechen Sie nie schlecht über sie, auch wenn Sie selbst Bedenken haben.
- Konkrete Probleme angehen. Falls es echte Schwierigkeiten gibt, sprechen Sie zuerst mit der Lehrkraft. Vereinbaren Sie einen Termin und schildern Sie sachlich, was Ihr Kind erzählt hat. Meist lassen sich Missverständnisse schnell klären. Die meisten Lehrkräfte sind dankbar für das Gespräch und arbeiten gerne an Lösungen mit.
- Ihrem Kind Strategien mitgeben. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es selbst mit der Situation umgehen kann: Höflich nachfragen, wenn etwas unklar ist. Sich melden und mitarbeiten. Bei Problemen erst mit der Lehrkraft sprechen, bevor Sie eingeschaltet werden. Das stärkt das Selbstbewusstsein und zeigt Ihrem Kind, dass es selbst etwas bewirken kann.
- Wann Sie handeln sollten. Werden Sie aktiv, wenn Ihr Kind über längere Zeit unglücklich ist, die Noten deutlich schlechter werden oder es nicht mehr zur Schule gehen möchte. Auch bei Berichten über unfaire Behandlung oder Mobbing sollten Sie das Gespräch mit der Schulleitung suchen. Dokumentieren Sie konkrete Vorfälle mit Datum und Umständen.