Wie Sie Ihr Kind mit ADHS in der Schule unterstützen können

Praktische Strategien und Tipps, um Kindern mit ADHS dabei zu helfen, in der Schule erfolgreich zu sein.

  1. Offene Kommunikation mit der Schule aufbauen. Sprechen Sie frühzeitig und offen mit den Lehrern über die ADHS-Diagnose Ihres Kindes. Erklären Sie, welche Strategien zu Hause funktionieren und welche Schwierigkeiten auftreten können. Vereinbaren Sie regelmäßige Gespräche, um den Fortschritt zu besprechen. Viele Lehrer sind dankbar für konkrete Hinweise und arbeiten gerne mit Ihnen zusammen. Dokumentieren Sie wichtige Absprachen schriftlich, damit alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind.
  2. Struktur und Routine entwickeln. Schaffen Sie zu Hause eine feste Struktur für Hausaufgaben und Schulvorbereitungen. Bestimmen Sie einen festen Platz für Schularbeiten, der frei von Ablenkungen ist. Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Routine für den Morgen und den Nachmittag. Nutzen Sie visuelle Hilfsmittel wie Checklisten oder einen Wochenplaner. Planen Sie auch Pausen ein – Kinder mit ADHS brauchen oft häufiger kurze Erholungspausen als andere.
  3. Organisationshilfen einsetzen. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, organisiert zu bleiben. Ein Hausaufgabenheft oder eine App kann dabei helfen, den Überblick über Aufgaben zu behalten. Sorgen Sie dafür, dass der Schulranzen jeden Abend gemeinsam gepackt wird. Verwenden Sie Farben oder Symbole, um verschiedene Fächer zu kennzeichnen. Erstellen Sie eine Packliste für den Schulranzen und hängen Sie diese sichtbar auf. Üben Sie das Ordnen und Sortieren regelmäßig als Spiel.
  4. Stärken fördern und Selbstvertrauen aufbauen. Konzentrieren Sie sich bewusst auf die Stärken und Talente Ihres Kindes. Kinder mit ADHS sind oft besonders kreativ, begeisterungsfähig oder haben andere besondere Fähigkeiten. Loben Sie Anstrengungen, nicht nur Ergebnisse. Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass sein Gehirn anders funktioniert, aber dass das nicht schlecht ist. Suchen Sie nach Aktivitäten in der Schule oder im Verein, wo Ihr Kind Erfolge erleben kann.
  5. Bei Problemen aktiv werden. Reagieren Sie schnell, wenn Schwierigkeiten auftreten. Sprechen Sie mit den Lehrern über mögliche Anpassungen im Unterricht, wie etwa längere Bearbeitungszeiten oder einen Sitzplatz mit weniger Ablenkung. Informieren Sie sich über mögliche Unterstützungsmaßnahmen wie einen Nachteilsausgleich oder sonderpädagogische Förderung. Bleiben Sie geduldig und lösungsorientiert – oft braucht es mehrere Anläufe, bis die richtige Strategie gefunden ist.