So teilt ihr euch die Verantwortung für Kinderaktivitäten richtig auf

Praktische Tipps für Eltern, wie sie Aufgaben rund um Kinderaktivitäten fair und stressfrei zwischen sich aufteilen können.

  1. Macht eine ehrliche Bestandsaufnahme. Schreibt zunächst alle aktuellen und geplanten Aktivitäten eurer Kinder auf: Hobbys, Termine, Fahrten, Einkäufe für Aktivitäten. Notiert auch, wer momentan wofür zuständig ist. So seht ihr schwarz auf weiß, ob die Aufgaben fair verteilt sind oder ob einer von euch deutlich mehr macht. Berücksichtigt dabei auch eure Arbeitszeiten, Pendelwege und andere Verpflichtungen.
  2. Spielt eure Stärken aus. Überlegt gemeinsam, wer für welche Aufgaben besser geeignet ist. Vielleicht ist einer von euch geduldiger beim Üben, der andere organisiert gerne Termine. Einer fährt lieber Auto, der andere bastelt gerne Kostüme. Wichtig ist dabei: Beide sollten sich mit allen Aktivitäten auskennen, falls der andere mal ausfällt. Tauscht regelmäßig Informationen aus und führt einen gemeinsamen Kalender.
  3. Teilt komplette Bereiche auf. Statt jeden einzelnen Termin zu verhandeln, übernehmt am besten ganze Aktivitätsbereiche. Zum Beispiel: Ein Elternteil kümmert sich um den Fußballverein (Anmeldung, Fahrdienste, Ausrüstung, Turniere), der andere um die Musikstunde. Bei mehreren Kindern könnt ihr auch pro Kind aufteilen. So entwickelt jeder Expertise und Routine, und die Kinder wissen, an wen sie sich wenden können.
  4. Plant gemeinsame und flexible Zeiten. Bestimmt Aktivitäten, bei denen ihr euch abwechselt oder die ihr gemeinsam macht - zum Beispiel wichtige Aufführungen oder Wettkämpfe. Plant auch bewusst Pufferzeiten ein, in denen der andere einspringen kann. Besprecht am Anfang jedes Monats oder jeder Woche, welche besonderen Termine anstehen und wer wofür zuständig ist.
  5. Kommuniziert offen über Überforderung. Redet ehrlich darüber, wenn einer von euch sich überfordert fühlt oder wenn sich die Lebensumstände ändern. Neue Jobs, andere Arbeitszeiten oder zusätzliche Hobbys der Kinder können eine Neuaufteilung nötig machen. Scheut euch nicht davor, auch mal Aktivitäten zu reduzieren, wenn der Alltag zu stressig wird. Eure Entspannung als Eltern ist genauso wichtig wie die Förderung der Kinder.