Wachstumsschmerzen bei Kindern richtig behandeln und lindern

Praktische Tipps und bewährte Methoden, um Ihrem Kind bei Wachstumsschmerzen zu helfen und Linderung zu verschaffen.

  1. Wachstumsschmerzen erkennen und verstehen. Wachstumsschmerzen zeigen sich meist als dumpfe, ziehende Schmerzen in den Beinen, seltener in den Armen. Sie treten häufig abends oder nachts auf, besonders nach aktiven Tagen. Die Schmerzen sind symmetrisch, das heißt sie betreffen beide Beine gleichzeitig. Ihr Kind kann dadurch aufwachen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen haben. Typisch ist auch, dass die Schmerzen am nächsten Morgen wie weggeblasen sind.
  2. Sofortige Linderung verschaffen. Massieren Sie sanft die schmerzenden Stellen mit kreisenden Bewegungen. Eine warme Wärmflasche oder ein warmes Bad können die Muskeln entspannen und den Schmerz lindern. Auch leichte Dehnübungen, wie das vorsichtige Strecken der Beine, können helfen. Nehmen Sie Ihr Kind in den Arm und spenden Sie Trost – körperliche Nähe und Zuwendung wirken oft Wunder.
  3. Vorbeugende Maßnahmen im Alltag. Sorgen Sie für ausreichende Entspannungsphasen nach körperlich anstrengenden Tagen. Ein warmes Bad vor dem Schlafengehen kann vorbeugend wirken. Achten Sie auf gutes Schuhwerk, das die Füße Ihres Kindes optimal stützt. Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewegung hilft dabei, die Muskulatur zu stärken und gleichzeitig zu entspannen.
  4. Wann Schmerzmittel sinnvoll sind. Bei starken Schmerzen können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt ein altersgerechtes Schmerzmittel geben. Ibuprofen oder Paracetamol in der richtigen Dosierung können vorübergehend Linderung verschaffen. Verwenden Sie Schmerzmittel jedoch sparsam und nicht regelmäßig. Die meisten Wachstumsschmerzen lassen sich auch ohne Medikamente gut behandeln.
  5. Den Alltag anpassen und Verständnis zeigen. Nehmen Sie die Schmerzen Ihres Kindes ernst und bagatellisieren Sie sie nicht. Erklären Sie Ihrem Kind altersgerecht, was Wachstumsschmerzen sind und dass sie vorübergehen. Planen Sie nach besonders aktiven Tagen bewusst Ruhezeiten ein. Entwickeln Sie gemeinsam Rituale für den Umgang mit den Schmerzen, wie eine Gute-Nacht-Massage oder das gemeinsame Vorlesen.