Wie Sie Ihrem Kind bei wiederkehrenden Ohrenentzündungen helfen können
Praktische Hilfe für Eltern von Kindern mit chronischen Ohrenentzündungen - von Symptomen erkennen bis zur richtigen Pflege.
- Anzeichen einer Ohrenentzündung erkennen. Achten Sie auf typische Symptome wie Ohrenschmerzen, Fieber, Unruhe oder häufiges Berühren der Ohren. Bei Babys zeigt sich eine Ohrenentzündung oft durch vermehrtes Weinen, Schlafprobleme oder Appetitlosigkeit. Ältere Kinder klagen meist direkt über Schmerzen oder berichten über ein 'verstopftes' Gefühl im Ohr. Manchmal tritt auch Ausfluss aus dem Ohr auf oder das Hörvermögen ist vorübergehend eingeschränkt.
- Sofortmaßnahmen bei akuten Beschwerden. Geben Sie Ihrem Kind altersgerechte Schmerzmittel nach Packungsanweisung. Wärme kann die Schmerzen lindern - verwenden Sie ein warmes, nicht heißes Kirschkernkissen oder einen warmen Waschlappen auf dem betroffenen Ohr. Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und bieten Sie viel zu trinken an. Vermeiden Sie Zugluft und halten Sie den Kopf beim Schlafen leicht erhöht, das kann den Druck im Ohr verringern.
- Vorbeugende Maßnahmen im Alltag. Stärken Sie das Immunsystem Ihres Kindes durch ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Vermeiden Sie Zigarettenrauch und sorgen Sie für gute Handhygiene in der Familie. Bei Erkältungen sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind die Nase vorsichtig putzt - am besten ein Nasenloch nach dem andere. Halten Sie die Raumluft feucht, besonders während der Heizperiode.
- Richtige Ohrenpflege und was Sie vermeiden sollten. Reinigen Sie nur den äußeren Bereich der Ohren mit einem weichen Waschlappen. Verwenden Sie niemals Wattestäbchen im Gehörgang, da diese das Ohrenschmalz tiefer hineindrücken oder das Trommelfell verletzen können. Baden und Schwimmen sind während einer akuten Entzündung zu vermeiden. Falls Ihr Kind gerne schwimmt, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über geeignete Ohrstöpsel für die Zeit nach der Heilung.
- Den Alltag mit chronischen Ohrenentzündungen gestalten. Führen Sie ein Symptom-Tagebuch, um Auslöser und Muster zu erkennen. Informieren Sie Kindergarten oder Schule über die Situation Ihres Kindes. Haben Sie immer die verordneten Medikamente griffbereit und planen Sie regelmäßige Kontrolltermine beim Kinderarzt ein. Zeigen Sie Verständnis für die Schmerzen und Frustration Ihres Kindes und erklären Sie altersgerecht, was in den Ohren passiert.