So unterstützen Sie Ihr Kind bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Praktische Tipps für Eltern, um Kinder mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Alltag liebevoll zu begleiten.

  1. Erste Schritte nach der Diagnose. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über alle Lebensmittel, die Ihr Kind meiden muss. Erstellen Sie eine Liste mit erlaubten und verbotenen Nahrungsmitteln, die Sie immer griffbereit haben. Lernen Sie, Zutatenlisten auf Verpackungen zu lesen und achten Sie auf versteckte Allergene. Informieren Sie alle Betreuungspersonen - Großeltern, Babysitter, Erzieher und Lehrer - über die Unverträglichkeiten Ihres Kindes. Stellen Sie sicher, dass immer jemand weiß, was im Notfall zu tun ist.
  2. Den Alltag neu organisieren. Planen Sie Mahlzeiten im Voraus und kochen Sie öfter selbst, damit Sie genau wissen, was im Essen enthalten ist. Richten Sie einen eigenen Bereich in der Küche für die speziellen Lebensmittel Ihres Kindes ein. Haben Sie immer sichere Snacks dabei, wenn Sie unterwegs sind. Sprechen Sie vor Restaurantbesuchen mit dem Personal über die Unverträglichkeiten. Bei Kindergeburtstagen oder Schulfeiern bringen Sie am besten eigene Alternativen mit, damit Ihr Kind nicht ausgeschlossen ist.
  3. Ihr Kind emotional stärken. Erklären Sie Ihrem Kind altersgerecht, warum es bestimmte Lebensmittel nicht essen darf, ohne Angst zu schüren. Betonen Sie, was es alles essen kann, anstatt sich nur auf Verbote zu konzentrieren. Lassen Sie Ihr Kind beim Einkaufen und Kochen helfen, damit es lernt, selbst auf seine Ernährung zu achten. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind nie das Gefühl hat, anders oder ausgeschlossen zu sein. Loben Sie es, wenn es verantwortungsvoll mit seiner Unverträglichkeit umgeht.
  4. Ausgewogene Ernährung sicherstellen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind trotz der Einschränkungen alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Suchen Sie nach geeigneten Alternativen für die problematischen Lebensmittel. Bei Milchunverträglichkeit können das zum Beispiel Hafermilch oder Mandelmilch sein. Experimentieren Sie mit neuen Rezepten und entdecken Sie gemeinsam leckere Alternativen. Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um zu kontrollieren, ob Ihr Kind ausreichend und vielfältig isst.
  5. Soziale Situationen meistern. Sprechen Sie mit anderen Eltern über die Unverträglichkeiten Ihres Kindes, besonders vor Spielverabredungen oder Übernachtungen. Geben Sie Ihrem Kind immer eigene sichere Snacks oder Mahlzeiten mit. Erklären Sie Freunden und deren Eltern, worauf sie achten müssen. Üben Sie mit Ihrem Kind, höflich aber bestimmt 'Nein' zu sagen, wenn ihm ungeeignete Lebensmittel angeboten werden. Machen Sie Ihrem Kind Mut, offen über seine Bedürfnisse zu sprechen.