Ständiges Naschen beenden und Kinder zu regelmäßigen Mahlzeiten bringen

Praktische Strategien, um das Snacken zwischen den Mahlzeiten zu reduzieren und gesunde Essgewohnheiten zu fördern.

  1. Feste Essenszeiten einführen. Legen Sie drei Hauptmahlzeiten und maximal zwei kleine Zwischenmahlzeiten pro Tag fest. Halten Sie diese Zeiten jeden Tag ein, auch am Wochenende. Zwischen den Mahlzeiten sollten 2-3 Stunden liegen. Erstellen Sie einen Essensplan und hängen Sie ihn sichtbar auf, damit Ihr Kind weiß, wann die nächste Mahlzeit kommt. Erklären Sie Ihrem Kind ruhig: 'Nach dem Mittagessen ist die Küche geschlossen bis zum Nachmittagssnack um vier Uhr.'
  2. Snacks aus Sichtweite räumen. Bewahren Sie Süßigkeiten, Kekse und andere Knabbereien in verschlossenen Schränken auf, nicht in Augenhöhe der Kinder. Füllen Sie stattdessen eine Obstschale mit frischen Früchten der Saison. Packen Sie keine Snacks in die Handtasche oder ins Auto - das verführt zum spontanen Naschen. Auch Getränke außer Wasser sollten nur zu den Mahlzeiten angeboten werden.
  3. Bei Hunger zwischen den Mahlzeiten richtig reagieren. Wenn Ihr Kind zwischen den Mahlzeiten Hunger hat, bleiben Sie freundlich aber konsequent: 'Ich höre, dass du hungrig bist. In einer Stunde gibt es Abendessen.' Bieten Sie als Alternative ein Glas Wasser an oder lenken Sie mit einer Aktivität ab. Geben Sie nicht nach, auch wenn Ihr Kind quengelt - das ist normal und wird nach einigen Tagen aufhören. Erinnern Sie sich: Ein gesundes Kind wird nicht verhungern, wenn es mal zwei Stunden auf das Essen warten muss.
  4. Mahlzeiten attraktiv gestalten. Machen Sie die Hauptmahlzeiten zu positiven Erlebnissen. Essen Sie gemeinsam als Familie am Tisch, ohne Handy oder Fernseher. Beziehen Sie Ihr Kind beim Kochen mit ein - wer mitgeholfen hat, isst lieber mit. Servieren Sie das Essen ansprechend und bieten Sie verschiedene Farben und Texturen an. Loben Sie Ihr Kind, wenn es bei den Mahlzeiten gut mitisst, statt sich auf das zu fokussieren, was es nicht gegessen hat.
  5. Gesunde Zwischenmahlzeiten planen. Falls Sie Zwischenmahlzeiten anbieten, wählen Sie nährstoffreiche Optionen: Obst, Gemüsesticks mit Dip, Vollkornbrot oder Naturjoghurt. Halten Sie diese Snacks klein - eine Handvoll reicht. Setzen Sie auch für Zwischenmahlzeiten feste Zeiten fest, zum Beispiel um 10 und um 15 Uhr. So lernt Ihr Kind, dass es nicht jederzeit essen kann, aber auch nicht hungern muss.
  6. Geduld haben bei der Umstellung. Die ersten Tage werden schwierig sein. Ihr Kind ist das ständige Naschen gewöhnt und wird protestieren. Das ist völlig normal. Bleiben Sie konsequent und erklären Sie ruhig die neuen Regeln. Nach etwa einer Woche werden Sie erste Erfolge sehen: Ihr Kind kommt hungriger zu den Mahlzeiten und isst besser mit. Rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen, bis sich die neuen Gewohnheiten fest etabliert haben.