Wie Sie Ihr Baby von Milch auf feste Nahrung umstellen

Praktische Anleitung für den sanften Übergang von Milch zu Beikost und festen Lebensmitteln für Ihr Baby.

  1. Die richtige Zeit erkennen. Ihr Baby ist bereit für Beikost, wenn es ohne Hilfe aufrecht sitzen kann, Interesse am Familienessen zeigt und den Zungenstreckreflex verloren hat. Weitere Zeichen sind: Das Baby kann den Kopf stabil halten, greift nach Gegenständen und führt sie zum Mund, und die Milchmenge allein reicht nicht mehr für die Sättigung aus. Achten Sie auf diese natürlichen Entwicklungszeichen und lassen Sie sich nicht von starren Zeitplänen unter Druck setzen.
  2. Der erste Brei. Beginnen Sie mit einem milden Gemüsebrei aus einer einzigen Zutat. Karotte, Pastinake oder Kürbis eignen sich hervorragend als erstes Gemüse. Kochen Sie das Gemüse weich und pürieren Sie es fein. Geben Sie zunächst nur wenige Löffel und bieten Sie danach wie gewohnt die Brust oder Flasche an. Führen Sie jedes neue Lebensmittel einzeln ein und warten Sie drei bis fünf Tage, bevor Sie das nächste hinzufügen. So können Sie mögliche Unverträglichkeiten besser erkennen.
  3. Schritt für Schritt erweitern. Nach etwa einer Woche können Sie Kartoffeln zum Gemüse hinzufügen, eine weitere Woche später dann Fleisch oder Fisch. Der klassische Mittagsbrei besteht aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch. Nach etwa einem Monat können Sie den Abendbrei einführen - einen Milch-Getreide-Brei. Wieder einen Monat später folgt der Nachmittagsbrei aus Obst und Getreide. Ersetzen Sie die Milchmahlzeiten nach und nach, aber lassen Sie Ihrem Baby Zeit für die Umstellung.
  4. Fingerfood und Familienkost. Ab etwa dem 8. Monat können Sie weiche Fingerfood-Stücke anbieten: gedünstete Gemüsestücke, weiches Obst oder Brotstücke. Ihr Baby lernt so, selbstständig zu essen und verschiedene Texturen zu erkunden. Ab dem ersten Geburtstag kann Ihr Kind zunehmend am Familienessen teilnehmen. Achten Sie darauf, dass das Essen ungesalzen oder wenig gesalzen ist und keine verschluckbaren Kleinteile enthält. Ganze Nüsse, Trauben oder harte Bonbons sind noch nicht geeignet.
  5. Die Milch nicht vergessen. Auch wenn feste Nahrung eingeführt wird, bleibt Milch wichtig. Im ersten Lebensjahr sollten Babys weiterhin gestillt werden oder Pre-Milch bekommen. Ab dem ersten Geburtstag können Sie normale Vollmilch in Maßen anbieten. Viele Kinder trinken morgens und abends noch gerne ihre Milch, auch wenn sie tagsüber feste Nahrung zu sich nehmen. Lassen Sie Ihr Kind das Tempo bestimmen - manche brauchen länger für die Umstellung als andere.