So bringen Sie Ihrem Kind gesunde Ernährung bei, ohne Essstörungen zu fördern

Lernen Sie, wie Sie Kindern Ernährung auf positive Weise vermitteln, ohne Angst oder problematische Essgewohnheiten zu entwickeln.

  1. Sprechen Sie neutral über alle Lebensmittel. Vermeiden Sie Begriffe wie 'gut' und 'schlecht' oder 'gesund' und 'ungesund' für Lebensmittel. Sprechen Sie stattdessen über 'Energie-Lebensmittel', 'Wachstums-Lebensmittel' und 'Spaß-Lebensmittel'. Erklären Sie, dass alle Lebensmittel ihren Platz haben: Obst und Gemüse geben uns Vitamine, Brot und Nudeln geben uns Energie zum Spielen, und Süßigkeiten machen das Leben manchmal etwas schöner. Diese neutrale Sprache verhindert, dass Kinder Schuldgefühle entwickeln oder bestimmte Lebensmittel heimlich essen.
  2. Seien Sie ein entspanntes Vorbild. Kinder lernen mehr durch Beobachtung als durch Worte. Essen Sie selbst vielfältig und entspannt. Vermeiden Sie es, vor Kindern über Diäten zu sprechen oder negative Kommentare über Ihr eigenes Aussehen zu machen. Zeigen Sie, dass Essen Freude bereitet und dass Sie alle Arten von Lebensmitteln in Maßen genießen. Wenn Sie selbst ein entspanntes Verhältnis zum Essen haben, übertragen Sie diese Ruhe auf Ihre Kinder.
  3. Konzentrieren Sie sich auf Körpersignale. Bringen Sie Ihrem Kind bei, auf seinen Körper zu hören. Fragen Sie: 'Fühlst du dich satt?' oder 'Hast du noch Hunger?' Zwingen Sie niemals zum Aufessen und bieten Sie auch keine Belohnungen fürs Essen an. Kinder kommen mit einem natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühl zur Welt - helfen Sie ihnen, diese Signale zu bewahren. Erklären Sie, dass unser Bauch uns sagt, wann wir genug haben.
  4. Machen Sie Essen zum positiven Erlebnis. Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre bei den Mahlzeiten. Essen Sie gemeinsam, ohne Ablenkung durch Handys oder Fernsehen. Sprechen Sie über den Tag, lachen Sie zusammen und machen Sie die Mahlzeit zu einem sozialen Erlebnis. Lassen Sie Kinder beim Kochen helfen - sie probieren eher neue Dinge, wenn sie beim Zubereiten geholfen haben. Entdecken Sie gemeinsam neue Geschmäcker, ohne Druck auszuüben.
  5. Vermeiden Sie Essen als Belohnung oder Trost. Verwenden Sie Lebensmittel nicht als Belohnung ('Wenn du brav bist, bekommst du Eis') oder als Trost ('Hier, ein Keks, dann geht es dir besser'). Das kann dazu führen, dass Kinder emotionales Essen entwickeln. Finden Sie andere Wege, um zu belohnen oder zu trösten: gemeinsame Zeit, Umarmungen, ein Lieblingsspiel oder ein Ausflug. So lernt Ihr Kind, dass Essen da ist, um den Hunger zu stillen, nicht um Gefühle zu regulieren.
  6. Bieten Sie Vielfalt ohne Zwang an. Stellen Sie regelmäßig verschiedene Lebensmittel zur Verfügung, aber zwingen Sie nie zum Probieren. Es kann bis zu 15-20 Mal dauern, bis ein Kind ein neues Lebensmittel akzeptiert. Bleiben Sie geduldig und entspannt. Servieren Sie neue Lebensmittel neben bekannten, die Ihr Kind mag. Ihre Aufgabe ist es anzubieten - die Aufgabe Ihres Kindes ist es zu entscheiden, ob und wie viel es isst.