Wie Sie eine positive Atmosphäre bei den Mahlzeiten schaffen

Schaffen Sie entspannte Familienmahlzeiten mit praktischen Tipps für eine stressfreie Essenszeit.

  1. Den Esstisch als entspannten Ort gestalten. Schaffen Sie eine ruhige Umgebung ohne Ablenkungen. Schalten Sie Fernseher, Tablets und Handys aus oder legen Sie sie weg. Sorgen Sie für angemessene Beleuchtung und eine bequeme Sitzordnung, bei der sich alle sehen können. Ein schön gedeckter Tisch muss nicht aufwendig sein – manchmal reicht schon eine kleine Blume oder eine bunte Serviette, um die Stimmung zu heben.
  2. Feste Essenszeiten einführen. Regelmäßige Mahlzeiten geben Kindern Sicherheit und helfen dabei, den Hunger zu regulieren. Versuchen Sie, mindestens eine gemeinsame Mahlzeit am Tag einzuführen, auch wenn es nur das Frühstück oder Abendessen ist. Kündigen Sie Essenszeiten vorher an, damit sich alle darauf einstellen können. Bei kleineren Kindern hilft ein Timer oder eine Ankündigung wie 'In zehn Minuten gibt es Essen'.
  3. Positive Gesprächsthemen fördern. Nutzen Sie die Essenszeit für angenehme Gespräche. Fragen Sie nach den Höhepunkten des Tages oder erzählen Sie selbst von schönen Erlebnissen. Vermeiden Sie schwierige Themen oder Ermahnungen während des Essens. Wenn Konflikte entstehen, verschieben Sie diese auf später. Kleine Rituale wie eine Dankbarkeitsrunde oder das Erzählen von drei guten Dingen des Tages können die Stimmung verbessern.
  4. Entspannten Umgang mit dem Essen vorleben. Kinder orientieren sich stark an dem, was sie bei ihren Eltern sehen. Zeigen Sie entspanntes Verhalten beim Essen und vermeiden Sie Kommentare über Ihr eigenes Gewicht oder Essverhalten. Probieren Sie neue Lebensmittel gemeinsam aus und zeigen Sie Neugierde statt Skepsis. Wenn ein Kind etwas nicht mag, bleiben Sie gelassen und bieten es zu einem späteren Zeitpunkt erneut an.
  5. Druck beim Essen vermeiden. Zwingen Sie Kinder niemals zum Essen und verwenden Sie keine Belohnungen für das Aufessen. Sätze wie 'Du musst alles aufessen' oder 'Wenn du nicht isst, gibt es keinen Nachtisch' erzeugen negative Verbindungen zum Essen. Vertrauen Sie darauf, dass Kinder ein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl haben. Bieten Sie verschiedene Optionen an, aber respektieren Sie, wenn etwas nicht gegessen wird.
  6. Kinder in die Essensvorbereitung einbeziehen. Lassen Sie Kinder altersgerecht bei der Essenszubereitung helfen. Das kann das Waschen von Gemüse, das Decken des Tisches oder das Aussuchen von Zutaten sein. Kinder essen oft lieber, was sie selbst mitgestaltet haben. Planen Sie gemeinsam Mahlzeiten und lassen Sie jedes Familienmitglied gelegentlich ein Lieblingsgericht auswählen.