Wie Sie Ihr Baby an Beikost gewöhnen
Eine sanfte Anleitung für den Übergang von Milch zu fester Nahrung mit praktischen Tipps für den Beikost-Start.
- Wann ist der richtige Zeitpunkt. Die meisten Babys sind zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat bereit für Beikost. Achten Sie auf diese Zeichen: Ihr Baby kann mit Unterstützung aufrecht sitzen, zeigt Interesse am Familienessen, kann den Kopf gut halten und der Zungenstreckreflex hat sich zurückgebildet. Vollgestillte Babys brauchen oft erst um den 6. Monat herum zusätzliche Nahrung.
- Die ersten Lebensmittel auswählen. Beginnen Sie mit milden, gut verträglichen Lebensmitteln. Ideal sind pürierte Karotten, Kürbis, Pastinaken oder Süßkartoffeln. Auch Banane oder gekochter, pürierter Apfel eignen sich gut. Bieten Sie zunächst nur ein neues Lebensmittel pro Woche an, damit sich der Bauch Ihres Babys daran gewöhnen kann und Sie mögliche Unverträglichkeiten erkennen.
- So gestalten Sie die ersten Mahlzeiten. Wählen Sie eine entspannte Tageszeit, wenn Ihr Baby wach und aufmerksam, aber nicht übermüdet ist. Setzen Sie Ihr Baby in den Hochstuhl und bieten Sie zunächst nur wenige Löffelspitzen an. Lassen Sie Ihr Baby das Tempo bestimmen – manche möchten erst tagelang nur probieren. Stillen oder die Flasche bleiben vorerst die Hauptnahrungsquelle.
- Baby-led Weaning als Alternative. Statt Brei können Sie Ihrem Baby auch weiche Fingerfood-Stücke anbieten. Gedämpfte Gemüsesticks, weiche Birnensparten oder gut gekochte Nudeln eignen sich gut. Ihr Baby erkundet das Essen selbstständig und entwickelt seine Feinmotorik. Bleiben Sie immer dabei und achten Sie darauf, dass die Stücke nicht zu klein sind (Erstickungsgefahr).
- Den Speiseplan erweitern. Nach einigen Wochen können Sie weitere Lebensmittel einführen: Getreidebreie, Fleisch, Fisch und später auch Milchprodukte. Vermeiden Sie im ersten Jahr Honig, ganze Nüsse, rohe Eier und zu salzige oder stark gewürzte Speisen. Bieten Sie abwechslungsreiche Geschmäcker an – auch wenn Ihr Baby anfangs wählerisch ist.