Wie Sie mit einem Kind umgehen, das Freunde herumkommandiert

Praktische Strategien, um Ihrem Kind zu helfen, weniger bestimmend mit Freunden zu sein und bessere soziale Fähigkeiten zu entwickeln.

  1. Verstehen Sie die Gründe für das bestimmende Verhalten. Bossy sein ist oft ein Zeichen dafür, dass Ihr Kind Kontrolle sucht oder unsicher in sozialen Situationen ist. Manche Kinder kommandieren andere herum, weil sie zu Hause viel Verantwortung haben oder weil sie Angst haben, ausgeschlossen zu werden. Andere haben einfach noch nicht gelernt, wie man Kompromisse eingeht oder gemeinsam Entscheidungen trifft. Beobachten Sie, wann das Verhalten auftritt und wie andere Kinder darauf reagieren.
  2. Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Kind über das Verhalten. Wählen Sie einen ruhigen Moment, um mit Ihrem Kind über sein Verhalten zu sprechen. Erklären Sie, dass Freundschaften auf Gleichberechtigung basieren und jeder das Recht hat, mitzuentscheiden. Verwenden Sie konkrete Beispiele: 'Ich habe bemerkt, dass du heute bestimmt hast, was alle spielen sollen. Wie denkst du, haben sich deine Freunde dabei gefühlt?' Hören Sie zu, was Ihr Kind zu sagen hat, und zeigen Sie Verständnis für seine Gefühle.
  3. Bringen Sie Ihrem Kind alternative Verhaltensweisen bei. Üben Sie gemeinsam, wie man Vorschläge macht statt Befehle zu erteilen. Zeigen Sie den Unterschied zwischen 'Wir spielen jetzt das!' und 'Sollen wir das spielen? Was denkst du?' Bringen Sie Ihrem Kind bei, zu fragen: 'Was möchtest du spielen?' oder 'Lass uns gemeinsam entscheiden.' Rollenspiele zu Hause können dabei helfen, diese neuen Verhaltensweisen zu üben.
  4. Stärken Sie die sozialen Fähigkeiten Ihres Kindes. Ermutigen Sie Ihr Kind, zuzuhören und die Gefühle anderer zu erkennen. Sprechen Sie über Gefühle: 'Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand dir immer sagt, was du tun sollst?' Loben Sie Ihr Kind, wenn es kooperativ ist oder Kompromisse eingeht. Organisieren Sie Spielverabredungen in kleinen Gruppen, damit Ihr Kind das Gelernte in sicherer Umgebung üben kann.
  5. Setzen Sie klare Grenzen und Konsequenzen. Machen Sie deutlich, dass bestimmendes Verhalten Konsequenzen hat. Wenn Ihr Kind während einer Spielverabredung zu bestimmend wird, können Sie eine kurze Pause einlegen oder das Spiel für einen Moment unterbrechen. Erklären Sie: 'Wenn du deine Freunde herumkommandierst, haben sie vielleicht keine Lust mehr zu spielen.' Seien Sie konsequent, aber bleiben Sie ruhig und unterstützend.
  6. Arbeiten Sie an der Selbstsicherheit Ihres Kindes. Oft steckt hinter bestimmendem Verhalten Unsicherheit. Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes durch Lob für positive Verhaltensweisen und geben Sie ihm Bereiche, in denen es echte Kontrolle haben kann. Lassen Sie es zum Beispiel entscheiden, was es anziehen oder was die Familie zu Abend essen soll. Ein selbstsicheres Kind muss weniger andere kontrollieren.