So unterstützt ihr euer Kind bei Problemen mit dem Körperbild

Praktische Hilfe für Eltern, deren Teenager unter negativem Körperbild leiden und mehr Selbstakzeptanz entwickeln sollen.

  1. Erkennt die Warnsignale. Achtet darauf, ob euer Kind häufig vor dem Spiegel steht und sich kritisch betrachtet, ständig über sein Aussehen redet oder sich selbst abwertet. Weitere Anzeichen sind der Rückzug aus sozialen Aktivitäten, übermäßiges Vergleichen mit anderen oder extreme Sorgen um Gewicht und Aussehen. Wenn euer Teen plötzlich sehr viel oder sehr wenig isst, sich versteckt oder nicht mehr fotografiert werden möchte, sind das wichtige Hinweise. Nehmt diese Signale ernst, aber reagiert nicht panisch darauf.
  2. Führt offene Gespräche. Wählt einen ruhigen Moment und fragt euer Kind behutsam, wie es sich fühlt. Hört aktiv zu, ohne sofort Ratschläge zu geben oder die Sorgen kleinzureden. Sätze wie 'Du bist doch wunderschön' können gut gemeint sein, helfen aber oft nicht weiter. Besser ist es zu sagen: 'Ich merke, dass du dir Sorgen machst. Magst du mir davon erzählen?' Zeigt Verständnis für die Gefühle eures Kindes und macht deutlich, dass ihr für alle Gespräche da seid.
  3. Schafft eine positive Atmosphäre zu Hause. Vermeidet Kommentare über das Aussehen anderer Menschen oder euer eigenes. Redet nicht über Diäten oder darüber, dass ihr euch 'dick' fühlt. Konzentriert euch stattdessen darauf, was der Körper alles kann und leistet. Lobt euer Kind für seine Eigenschaften, Talente und Leistungen, nicht nur für das Aussehen. Stellt gemeinsame Aktivitäten in den Mittelpunkt, die Spaß machen und das Körpergefühl stärken, wie Tanzen, Wandern oder Kochen.
  4. Unterstützt ein gesundes Verhältnis zu sozialen Medien. Sprecht über die unrealistischen Bilder in sozialen Medien und erklärt, wie Filter und Bildbearbeitung funktionieren. Ermutigt euer Kind, Accounts zu entfolgen, die negative Gefühle auslösen. Helft dabei, Accounts zu finden, die Vielfalt und Selbstakzeptanz fördern. Vereinbart gemeinsam bildschirmfreie Zeiten und Aktivitäten. Seid selbst ein gutes Vorbild im Umgang mit sozialen Medien und teilt nicht nur perfekte Momente.
  5. Fördert gesunde Gewohnheiten. Legt den Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden statt auf Aussehen oder Gewicht. Kocht gemeinsam ausgewogene Mahlzeiten und erklärt, warum verschiedene Nährstoffe wichtig sind. Findet zusammen Bewegungsarten, die eurem Kind Spaß machen - es muss nicht immer Sport sein, auch Spazierengehen oder Gartenarbeit zählen. Achtet darauf, dass euer Teen genug schläft und Zeit für Entspannung hat. Macht diese Gewohnheiten zur Familienroutine, nicht zur speziellen Regel für euer Kind.
  6. Stärkt das Selbstwertgefühl. Helft eurem Kind dabei, seine Stärken zu erkennen und zu entwickeln. Das können Hobbys, soziale Fähigkeiten oder schulische Talente sein. Ermutigt es, neue Dinge auszuprobieren und eigene Erfolgserlebnisse zu sammeln. Zeigt ihm, wie es sich selbst motivieren und ermutigen kann. Bringt ihm bei, innere Stimmen zu hinterfragen, die sagen 'Du bist nicht gut genug'. Feiert kleine Fortschritte und erinnert euer Kind regelmäßig daran, wie stolz ihr auf seine Persönlichkeit seid.