Die Rolle der Prozessvollmacht verstehen

Ein Überblick darüber, wie eine Prozessvollmacht bei der Nachlass- und Gesundheitsplanung funktioniert, um Familien bei zukünftigen Entscheidungen zu unterstützen.

  1. Was ist eine Prozessvollmacht?. Eine Prozessvollmacht ist eine formelle Vereinbarung, bei der der „Vollmachtgeber“ einem „Bevollmächtigten“ oder „Stellvertreter“ die Befugnis erteilt, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Das bedeutet nicht, dass der Vollmachtgeber seine eigenen Rechte oder seine Entscheidungsfähigkeit verliert, solange er dazu in der Lage ist; vielmehr stellt es sicher, dass eine vertrauenswürdige Person bereits befugt ist, einzuspringen, falls der Vollmachtgeber aufgrund von Krankheit oder Abwesenheit seine Angelegenheiten nicht mehr regeln kann. Im Allgemeinen gibt es zwei Haupttypen: eine finanzielle Prozessvollmacht, die Bankgeschäfte, Immobilien und Investitionen abdeckt, und eine gesundheitliche Prozessvollmacht (manchmal auch als Gesundheitsbeauftragter bezeichnet), die sich auf medizinische Entscheidungen konzentriert. Jedes Dokument ist rechtlich eigenständig und dient einem bestimmten Zweck zum Schutz der Interessen des Vollmachtgebers.
  2. Die Verantwortlichkeiten des Bevollmächtigten. Die Person, die als Bevollmächtigter handelt, hat eine treuhänderische Pflicht, was bedeutet, dass sie rechtlich verpflichtet ist, jederzeit im besten Interesse des Vollmachtgebers zu handeln. Sie muss Vermögenswerte oder medizinische Entscheidungen genau so verwalten, wie es der Vollmachtgeber gewollt hätte, und die Werte und dokumentierten Wünsche des Vollmachtgebers über ihre eigenen stellen. Familien finden es oft hilfreich, diese Rollen klar zu besprechen, bevor eine Krise eintritt. Dies stellt sicher, dass der Bevollmächtigte die Präferenzen des Vollmachtgebers versteht und alle Parteien mit dem Umfang der in den Rechtsdokumenten gewährten Befugnisse einverstanden sind.