Kindern beibringen, wie sie nach einem Konflikt Wiedergutmachung leisten

Praktische Schritte, um Kinder durch den Prozess der Wiedergutmachung und Wiederherstellung der Verbindung nach einer Meinungsverschiedenheit zu führen.

  1. Jenseits der erzwungenen Entschuldigung. Viele Eltern verspüren den Drang, sich schnell eine Entschuldigung zu erzwingen, um einen Konflikt zu lösen. Eine erzwungene Entschuldigung kann sich für ein Kind jedoch manchmal wie eine reine Show anfühlen und die zugrunde liegenden Gefühle oder den verursachten Schaden nicht ansprechen. Anstatt sich auf das Wort „Entschuldigung“ zu konzentrieren, sollten Sie das Kind anleiten, anzuerkennen, was passiert ist und wie sich die andere Person fühlen könnte. Indem Sie den Prozess verlangsamen, geben Sie dem Kind die Möglichkeit, seine Emotionen zuerst zu regulieren. Ein Kind, das noch mitten in einem Wutanfall steckt, ist selten zu echter Empathie fähig. Sobald die Intensität des Moments nachgelassen hat, können Sie ein Gespräch darüber führen, was schiefgelaufen ist.
  2. Die drei Säulen der bedeutungsvollen Wiedergutmachung. Effektive Wiedergutmachung umfasst oft drei verschiedene Komponenten: Anerkennung, Auswirkung und Handlung. Helfen Sie dem Kind zunächst, das Verhalten zu benennen, das das Problem verursacht hat. Zweitens ermutigen Sie es, darüber nachzudenken, wie sein Handeln die andere Person beeinflusst hat – dies fördert die Perspektivenübernahme und nicht nur das Befolgen von Regeln. Konzentrieren Sie sich schließlich darauf, „es wieder gutzumachen“. Das bedeutet nicht immer eine große Geste; es kann so einfach sein wie die Frage: „Was denkst du, würde deinem Freund jetzt helfen, sich besser zu fühlen?“ Das gibt dem Kind die Kontrolle und lehrt es, dass es die Macht hat, Fehler zu korrigieren und positiv zu seinen Beziehungen beizutragen.