Umgang mit Meinungsverschiedenheiten bei der Erziehung
Erfahren Sie, wie Sie unterschiedliche Erziehungsstile mit Ihrem Partner besprechen, um einen einheitlichen Ansatz für Ihre Familie zu schaffen.
- Zugrundeliegende Werte identifizieren. Meinungsverschiedenheiten über Disziplin drehen sich selten nur um die Regeln selbst. Oft rühren sie davon her, wie jeder Partner erzogen wurde oder was er für notwendig hält, um ein Kind auf die Welt vorzubereiten. Bevor Sie spezifische Verhaltensweisen besprechen, nehmen Sie sich Zeit, über Ihre übergeordneten Ziele für Ihre Kinder zu sprechen. Priorisieren Sie Gehorsam, Unabhängigkeit, emotionale Regulierung oder etwas anderes? Das Verständnis des 'Warum' hinter der Präferenz eines Partners kann Abwehrhaltungen reduzieren. Wenn Sie das Gespräch auf Ihr gemeinsames Ziel, das Kind zu unterstützen, ausrichten, wird es einfacher, einen Mittelweg zu finden, anstatt den Partner als Gegner zu betrachten.
- Eine geeinte Front aufbauen. Kinder bemerken oft, wenn Eltern sich bei Konsequenzen uneinig sind, was dazu führen kann, dass Grenzen ausgetestet werden. Viele Familien finden es hilfreich, sich auf einige 'nicht verhandelbare' Regeln zu einigen und gleichzeitig Flexibilität in anderen Bereichen zuzulassen. Wenn es im Moment zu einer Meinungsverschiedenheit kommt, ist es oft am besten, sich vom Kind zurückzuziehen, um die Angelegenheit privat zu besprechen, anstatt vor ihm zu debattieren. Wenn Sie sich mitten in einem Konflikt befinden, sollten Sie ein 'Tag-Out'-System in Betracht ziehen. Wenn ein Elternteil das Gefühl hat, seine Geduld zu verlieren oder mit dem Ansatz des anderen nicht einverstanden zu sein, kann er ein Signal geben, damit der andere übernimmt. Dies ermöglicht es beiden Elternteilen, ruhig zu bleiben und stellt sicher, dass das Kind eine konsistente Botschaft erhält, sobald sich die Eltern abgestimmt haben.