Das Essverhalten Ihres Kindes nach Alter verstehen

Ein Leitfaden zur Bewältigung der natürlichen Veränderungen von Appetit, Interesse und Autonomie, während Kinder vom Säuglingsalter bis ins Schulalter wachsen.

  1. Die Entwicklung des Appetits. In den frühesten Jahren wird die Nahrungsaufnahme weitgehend durch biologische Wachstumsschübe und den Übergang von Milch zu fester Nahrung bestimmt. Wenn Kinder das Vorschulalter erreichen, verlangsamt sich ihre Wachstumsrate oft, was zu einem natürlich verringerten Appetit führen kann. Dies ist für Eltern oft ein Grund zur Sorge, aber es handelt sich häufig um eine normale physiologische Anpassung und nicht um einen Grund zur Beunruhigung. Wenn Kinder in das Schulalter kommen, spielen soziale Einflüsse und zunehmende Autonomie eine größere Rolle. Viele Familien stellen fest, dass das Interesse ihres Kindes an Nahrung je nach Aktivitätsniveau, Stimmung und sozialem Umfeld der Schulcafeteria schwankt. Ein neutraler, konsequenter Ansatz bei den Erwartungen an die Mahlzeiten hilft Kindern, ihre eigene Beziehung zu Hunger und Sättigung zu entwickeln.
  2. Ansätze zur Dynamik von Mahlzeiten. Viele Fachleute empfehlen die "Division of Responsibility" (Aufteilung der Verantwortung), ein Rahmenwerk, bei dem die Eltern entscheiden, "was, wann und wo" gegessen wird, während das Kind entscheidet, "ob und wie viel" es isst. Dieser Ansatz hilft, Machtkämpfe zu reduzieren und ermöglicht es Kindern, auf ihre eigenen inneren Hungergefühle zu hören. Alternativ konzentrieren sich einige Familien auf Expositionsstrategien, bei denen das Ziel darin besteht, konsequent eine Vielzahl von Lebensmitteln anzubieten, ohne den Druck, diese auch verzehren zu müssen. Indem der Druck, einen Teller leer zu essen, beseitigt wird, stellen Eltern oft fest, dass Kinder eher bereit sind, neue Texturen und Geschmacksrichtungen in ihrem eigenen Tempo zu erkunden.