Wie Sie mit Ihrem Teenager über die Aufteilung seines ersten Gehaltsschecks sprechen
Ein Leitfaden, der Teenagern hilft, Entscheidungen über Verdienen, Ausgeben und Sparen zu treffen, wenn sie anfangen zu arbeiten.
- Beginnen Sie mit Feier, dann Neugier. Beginnen Sie damit, diese Leistung anzuerkennen. Eine Anstellung zu bekommen und ein Gehalt zu verdienen, repräsentiert echtes Wachstum und Verantwortung. Nachdem Sie gefeiert haben, nähern Sie sich dem Gespräch über Geld mit echter Neugier statt mit sofortigen Anweisungen. Fragen Sie, was sie mit ihrem Verdienst vorhaben. Viele Teenager haben bereits Vorstellungen – sei es, für etwas Bestimmtes zu sparen, Geld für Freunde auszugeben oder eine Mischung aus beidem. Das Verständnis ihrer natürlichen Neigungen hilft Ihnen, ihre sich entwickelnden finanziellen Instinkte zu lenken, anstatt sie zu überstimmen. Manche Eltern finden es hilfreich zu fragen: „Was fühlt sich aufregend an, eigenes Geld zu haben?“ und „Was fühlt sich überwältigend an?“ Diese Fragen können sowohl ihre Hoffnungen als auch ihre Ängste in Bezug auf finanzielle Entscheidungen aufdecken.
- Führen Sie das Konzept der Aufteilung ein, nicht die genaue Formel. Anstatt eine starre prozentuale Aufschlüsselung vorzugeben, führen Sie die Idee ein, dass viele Menschen ihr Einkommen für verschiedene Zwecke aufteilen. Gängige Ansätze umfassen eine Kombination aus Ausgaben, kurzfristigen Ersparnissen (für Dinge, die sie wollen), langfristigen Ersparnissen (für größere Ziele oder Notfälle) und manchmal Spenden oder familiären Beiträgen. Manche Familien verwenden einfache Rahmenwerke wie „etwas sparen, etwas ausgeben, etwas teilen“, während andere spezifische Prozentsätze bevorzugen. Der Schlüssel ist, dies als Werkzeug zur Bewältigung konkurrierender Prioritäten darzustellen, nicht als eine von den Eltern auferlegte Regel. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Teenager, die an der Erstellung ihres eigenen Geldmanagementsystems beteiligt sind, eher dabei bleiben als diejenigen, die von den Eltern vorgeschriebene Regeln befolgen.
- Navigieren Sie die Balance zwischen Unabhängigkeit und Anleitung. Dieses Gespräch löst oft starke Gefühle bei Teenagern und Eltern aus. Teenager könnten das Gefühl haben, dass eigenes Geld vollständige Autonomie bei Ausgabenentscheidungen bedeutet. Eltern könnten sich Sorgen über „verschwenderische“ Käufe oder verpasste Sparmöglichkeiten machen. Beide Reaktionen sind normal. Viele Familien finden einen Mittelweg, indem sie zwischen verdientem Geld und von der Familie bereitgestelltem Geld unterscheiden. Manche Eltern geben Teenagern mehr Freiheit mit ihrem verdienten Einkommen, während sie Haushaltsregeln für von der Familie finanzierte Ausgaben beibehalten. Andere konzentrieren sich darauf, Entscheidungsfähigkeiten zu vermitteln, anstatt spezifische Entscheidungen zu kontrollieren, und stellen Fragen wie: „Wie werden Sie sich fühlen, wenn Sie dies ausgeben und dann das, was Sie sich wünschen, nicht mehr leisten können?“ Erwägen Sie, sie in die Erstellung familiärer Erwartungen einzubeziehen, anstatt diese aufzuerlegen. Wenn Sie beispielsweise erwarten, dass sie jetzt, wo sie verdienen, zur Autoversicherung beitragen, besprechen Sie dies als familiäre Verhandlung und nicht als überraschende Abhebung.
- Besprechen Sie praktische Logistik gemeinsam. Die ersten Gehaltsschecks werfen oft praktische Fragen auf: Wohin soll das Geld gehen? Wie greifen sie darauf zu? Was ist mit Steuern? Das gemeinsame Durchgehen dieser Logistik baut finanzielle Kompetenz auf und behält Ihre unterstützende Rolle bei. Besprechen Sie Bankoptionen, falls sie noch keine Konten haben. Viele Teenager profitieren davon, sowohl ein Girokonto (zum Ausgeben) als auch ein Sparkonto zu haben, was das „Aufteilungs“-Konzept greifbar macht. Wenn Sie ihnen beim Eröffnen von Konten helfen, erklären Sie die verschiedenen Zwecke und wie Überweisungen funktionieren. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem viele Familien die Grundlagen der Besteuerung behandeln. Erstmalig Arbeitende sind oft von den Lohnabzügen überrascht und benötigen möglicherweise Hilfe beim Verständnis dessen, was sie auf ihrem Gehaltszettel sehen.
- Planen Sie laufende Gespräche. Das Gespräch über den ersten Gehaltsscheck ist nur der Anfang. Viele Teenager benötigen mehrere Monate, um herauszufinden, welcher Ansatz im Geldmanagement in der Praxis für sie funktioniert. Was in der Theorie vernünftig erscheint, kann sich einschränkend oder unzureichend anfühlen, wenn sie mit tatsächlichen Ausgabenentscheidungen konfrontiert werden. Manche Familien planen regelmäßige „Geld-Check-ins“ – monatliche oder vierteljährliche Gespräche darüber, wie ihr System funktioniert und was angepasst werden muss. Andere bevorzugen organische Gespräche, wenn spezifische Situationen auftreten. Der Schlüssel ist, für Anleitung zur Verfügung zu stehen und ihnen gleichzeitig zu erlauben, sowohl gute als auch schlechte finanzielle Entscheidungen in relativ risikofreien Situationen zu erleben.