Emotionale Regulation zu Hause unterstützen
Erkunden Sie gängige Ansätze, um Kindern durch Co-Regulation und Unterstützung des Umfelds bei der Entwicklung emotionaler Regulationsfähigkeiten zu helfen.
- Die Rolle der Co-Regulation. Viele Fachleute gehen davon aus, dass Kinder lernen, ihre eigenen Emotionen zu regulieren, indem sie zunächst Co-Regulation mit einem ruhigen Erwachsenen erfahren. Dies beinhaltet, dass die Betreuungsperson eine stabile, geerdete Präsenz bleibt, wenn ein Kind überfordert ist, und effektiv als externes Nervensystem für das Kind fungiert. Eltern, die dies praktizieren, stellen oft fest, dass sie, indem sie einfach in der Nähe bleiben und einen ruhigen Ton beibehalten, dem Nervensystem des Kindes helfen, schneller zu einem Grundzustand zurückzukehren. Das Ziel ist nicht, die Emotion zu unterdrücken, sondern einen sicheren Raum zu bieten, in dem das Kind sie erleben und schließlich verarbeiten kann.
- Ansätze zur Unterstützung des Umfelds. Manche Familien finden Erfolg darin, einen 'Ruhebereich' zu schaffen – einen speziellen Bereich im Haus, der mit sensorischen Gegenständen wie weichen Kissen, Büchern oder Bausteinen ausgestattet ist. Dies wird nicht als Ort der Isolation oder Bestrafung dargestellt, sondern als freiwilliger Rückzugsort, wenn ein Kind das Gefühl hat, dass seine Emotionen zu groß werden, um sie zu bewältigen. Ein weiterer gängiger Ansatz ist die Verwendung von visuellen Stundenplänen oder vorhersehbaren Routinen. Wenn Kinder wissen, was sie im Laufe ihres Tages erwartet, reduziert dies oft die Grundangst, die zu häufiger Dysregulation führen kann. Konsistenz bei Übergängen, wie z. B. eine Fünf-Minuten-Warnung vor dem Wechsel von Spielen zum Abendessen, ermöglicht es Kindern, sich mental auf Veränderungen vorzubereiten.