So bewältigen Sie die ersten Feiertage nach dem Tod eines Elternteils

Praktische Anleitung zur Bewältigung von Familienfeiertagen nach dem Verlust eines Elternteils oder Großelternteils.

  1. Anerkennen, dass dieses Jahr anders sein wird. Viele Familien finden es hilfreich, von vornherein zu sagen, dass sich dieser Feiertag anders anfühlen wird als in den Vorjahren. Das bedeutet nicht, dass er schrecklich wird, aber er wird nicht derselbe sein. Manche Eltern entscheiden sich, vor den Feiertagen ein Familiengespräch darüber zu führen, wie sich alle fühlen und was sie in diesem Jahr vielleicht anders machen möchten. Einige Familien beschließen, bestimmte Traditionen genau gleich zu halten, um die Erinnerung an ihren geliebten Menschen zu ehren. Andere finden, dass die Beibehaltung alter Muster zu schmerzhaft ist, und entscheiden sich, ganz neue Traditionen zu schaffen. Viele Familien landen irgendwo dazwischen – sie behalten einige Elemente bei, die sich tröstlich anfühlen, und ändern andere, die sich zu schwierig anfühlen.
  2. Vorausplanen, aber flexibel bleiben. Forschungen deuten darauf hin, dass eine Art von Plan helfen kann, die Angst vor schwierigen Tagen zu reduzieren, aber Trauer ist unvorhersehbar. Viele Familien finden es hilfreich, im Voraus einige Optionen zu besprechen: Vielleicht besuchen Sie den Friedhof am Morgen, vielleicht kochen Sie das Lieblingsgericht Ihres Angehörigen oder vielleicht schauen Sie gemeinsam alte Fotos an. Manche Eltern erstellen einen „Plan A“ und einen „Plan B“ – in dem Wissen, dass sie die Erlaubnis haben, zu etwas Einfacherem oder Anderem zu wechseln, wenn die Emotionen am Tag zu überwältigend werden. Das Ziel ist nicht, die perfekten Feiertage zu haben, sondern sie gemeinsam zu überstehen.
  3. Die Erinnerung an den geliebten Menschen achtsam einbeziehen. Viele Familien finden Trost darin, ihr verstorbenes Familienmitglied auf irgendeine Weise in die Feiertage einzubeziehen. Dies kann bedeuten, einen leeren Stuhl am Tisch zu stellen, eine Kerze zu Ehren anzuzünden, Lieblingserinnerungen zu teilen oder ein Gericht zu kochen, das sie immer zubereitet haben. Andere Familien stellen fest, dass die Konzentration auf die verstorbene Person die Feiertage schmerzhafter statt tröstlicher macht. Manche ziehen es vor, die Feiertage auf die Anwesenden zu konzentrieren. Beide Ansätze sind normal – Familien müssen oft experimentieren, um herauszufinden, was sich für sie in diesem besonderen Jahr richtig anfühlt.
  4. Kinder durch ihre Trauer unterstützen. Kinder erleben Trauer oft in Wellen und können in einem Moment in Ordnung und im nächsten am Boden zerstört sein. Sie stellen möglicherweise direkte Fragen, wo Opa ist oder warum Mama weint. Viele Kinderpsychologen empfehlen, ehrlich, aber einfach zu antworten und altersgerechte Sprache zu verwenden. Manche Kinder möchten aktiv an der Ehrung der Erinnerung an ihren geliebten Menschen teilnehmen, während andere es vorziehen, sich auf gegenwärtige Aktivitäten zu konzentrieren. Wenn man ihrem Beispiel folgt und für Fragen oder Emotionen zur Verfügung steht, funktioniert oft besser, als bestimmte Reaktionen oder Aktivitäten zu erzwingen.
  5. Erwartungen der Großfamilie managen. Andere Familienmitglieder haben möglicherweise starke Meinungen darüber, wie die Feiertage gehandhabt werden sollen – ob Traditionen genau wie zuvor fortgesetzt werden sollen oder ob das Zusammenkommen überhaupt angemessen ist. Diese Gespräche können besonders schwierig sein, wenn Menschen unterschiedlich trauern. Viele Familien finden es hilfreich, ihre Pläne im Voraus klar zu kommunizieren, anstatt Entscheidungen am Feiertag selbst zu treffen. Einige entscheiden sich, dieses Jahr getrennt zu feiern, während andere Trost im Zusammensein finden, aber mit angepassten Erwartungen an Zeit, Aktivitäten oder emotionale Stimmung.
  6. Für die Erwachsenen sorgen. Trauernde Eltern und Betreuer stellen oft ihre eigenen Bedürfnisse zurück, um zu versuchen, die Feiertage für die Kinder besonders zu gestalten. Aber Kindern geht es typischerweise besser, wenn die Erwachsenen in ihrem Leben sich auch um sich selbst kümmern. Das kann bedeuten, Hilfe bei Kochen oder Gastgebern anzufordern, bestimmte Veranstaltungen oder Verpflichtungen abzusagen oder Zeit für Ruhe und Verarbeitung von Emotionen einzuplanen. Manche Eltern finden es hilfreich, bestimmte Zeiten für ihre eigene Trauer festzulegen – vielleicht am frühen Morgen oder nachdem die Kinder im Bett sind –, damit sie während der Familienzeit präsenter sein können.