Oobleck herstellen und nicht-newtonsche Flüssigkeiten verstehen

Lernen Sie, wie Sie mit Ihren Kindern Oobleck herstellen und dabei spielerisch Physik entdecken.

  1. Was Sie brauchen. Für das Oobleck-Experiment benötigen Sie: 2 Tassen Speisestärke, 1 Tasse Wasser, eine große Schüssel zum Mischen, einen Löffel, optional Lebensmittelfarbe für bunte Effekte, alte Kleidung oder Schürzen, und Zeitungspapier oder eine Plastikunterlage zum Schutz der Arbeitsfläche. Alle Zutaten sind ungiftig und sicher für Kinder.
  2. Schritt-für-Schritt Anleitung. Geben Sie die Speisestärke in die große Schüssel. Fügen Sie das Wasser langsam hinzu, während Sie kontinuierlich rühren. Falls gewünscht, geben Sie ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe dazu. Rühren Sie so lange, bis eine glatte Masse entsteht, die etwa die Konsistenz von Honig hat. Wenn die Mischung zu dünn ist, fügen Sie mehr Speisestärke hinzu. Ist sie zu fest, geben Sie etwas Wasser dazu. Die richtige Konsistenz haben Sie erreicht, wenn die Masse beim langsamen Rühren fließt, aber fest wird, wenn Sie schnell hineinschlagen.
  3. Experimente mit dem Oobleck. Lassen Sie Ihre Kinder das Oobleck vorsichtig berühren und langsam durch die Finger fließen lassen. Dann sollen sie schnell mit der flachen Hand darauf schlagen - es fühlt sich plötzlich hart an. Formen Sie eine Kugel in der Hand und öffnen Sie dann die Handfläche - die Kugel zerfließt sofort. Versuchen Sie, einen Löffel langsam hineinzutauchen und dann schnell herauszuziehen. Diese unterschiedlichen Reaktionen zeigen die besonderen Eigenschaften von nicht-newtonschen Flüssigkeiten.
  4. Die Wissenschaft dahinter erklären. Erklären Sie Ihren Kindern altersgerecht, dass Oobleck eine nicht-newtonsche Flüssigkeit ist. Das bedeutet, sie verhält sich je nach Krafteinwirkung unterschiedlich. Bei langsamen, sanften Bewegungen fließt sie wie eine normale Flüssigkeit. Bei schnellen, starken Bewegungen wird sie fest wie ein Feststoff. Diese Eigenschaft nennt man Thixotropie. Vergleichen Sie es mit anderen Materialien: Wasser ist immer flüssig, ein Stein immer fest - aber Oobleck kann beides sein, je nachdem, wie man mit ihm umgeht.
  5. Aufräumen und Entsorgung. Lassen Sie das Oobleck an den Händen antrocknen, dann lässt es sich einfach abklopfen. Spülen Sie Hände und Utensilien nur mit Wasser ab - keine Seife verwenden, da diese die Masse rutschiger macht. Entsorgen Sie überschüssiges Oobleck im Hausmüll, nicht im Abfluss, da es die Rohre verstopfen könnte. Getrocknetes Oobleck lässt sich leicht von Oberflächen abkehren. Bewahren Sie reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf - dort hält es sich etwa eine Woche.