Tierspuren lesen: So erkennt und verfolgt ihr Fußabdrücke in der Natur

Lernt gemeinsam als Familie, wie ihr Tierspuren in der Natur entdeckt, deutet und verfolgt.

  1. Die richtige Ausrüstung vorbereiten. Packt ein Maßband oder Lineal ein, um Spuren zu vermessen. Ein Notizbuch und Stifte helfen beim Festhalten eurer Entdeckungen. Eine Lupe macht kleine Details sichtbar. Knete oder Gips eignen sich zum Abformen besonders schöner Abdrücke. Zieht feste Schuhe an und nehmt eine Kamera mit, um eure Funde zu dokumentieren.
  2. Die besten Orte für Spurensuche finden. Sucht nach weichem, feuchtem Boden wie Schlamm, Sand oder Schnee. Besonders gute Stellen sind Ufer von Bächen und Seen, Waldwege nach Regen, sandige Pfade und verschneite Wiesen. Früh morgens sind die Spuren oft am frischesten. Achtet auch auf Stellen, wo Tiere trinken oder fressen - dort findet ihr häufig klare Abdrücke.
  3. Spuren richtig betrachten und vermessen. Schaut euch die Spur zunächst genau an, ohne sie zu berühren. Zählt die Zehen und achtet auf Krallen-Abdrücke. Messt Länge und Breite der einzelnen Abdrücke. Wichtig ist auch der Abstand zwischen den Schritten. Fotografiert die Spur mit einem Gegenstand zum Größenvergleich daneben. Achtet auf die Tiefe des Abdrucks - schwere Tiere hinterlassen tiefere Spuren.
  4. Häufige Tierspuren erkennen. Hundeartige Tiere wie Füchse haben ovale Abdrücke mit vier Zehen und Krallen. Katzenartige Spuren sind runder und zeigen meist keine Krallen. Huftiere wie Rehe hinterlassen geteilte, herzförmige Abdrücke. Eichhörnchen-Spuren sind klein mit langen Hinterpfoten. Vogel-Spuren zeigen oft drei Zehen nach vorn und eine nach hinten. Mäuse und andere Nagetiere hinterlassen winzige, vielfingrige Abdrücke.
  5. Die Geschichte der Spuren verstehen. Verfolgt die Spurenlinie, um zu verstehen, wohin das Tier gegangen ist. Schnelle Tiere haben größere Abstände zwischen den Schritten. Scharrspuren deuten auf Nahrungssuche hin. Mehrere parallel verlaufende Spuren zeigen eine Tiergruppe. Abrupte Richtungsänderungen können bedeuten, dass das Tier erschreckt wurde oder Beute gejagt hat. Spuren, die zu Büschen oder Höhlen führen, zeigen oft den Weg zum Versteck.
  6. Spuren dokumentieren und sammeln. Zeichnet die Spuren in euer Notizbuch und schreibt Datum, Ort und Wetter dazu. Für Gipsabdrücke mischt ihr Gips mit Wasser zu einem cremigen Brei und gießt ihn vorsichtig in die Spur. Nach 20-30 Minuten könnt ihr den Abdruck vorsichtig herauslösen. Mit Knete könnt ihr schnell und sauber Abdrücke nehmen. Sammelt verschiedene Spuren und erstellt euer eigenes Familien-Spurenbuch.