Gitarre nach Gehör stimmen lernen: Eine Anleitung für Familien

Lernen Sie, wie Sie eine Gitarre ohne Stimmgerät nur mit dem Gehör stimmen können.

  1. Die Grundlagen verstehen. Eine Gitarre hat sechs Saiten, die von dick zu dünn gestimmt werden: E (tiefste Saite), A, D, G, H, E (höchste Saite). Merksatz: "Eine Alte Dame Ging Heute Einkaufen". Beim Stimmen nach Gehör nutzen Sie das Verhältnis zwischen den Saiten. Wenn eine Saite richtig gestimmt ist, können Sie alle anderen danach ausrichten. Beginnen Sie immer mit der tiefsten E-Saite als Referenz.
  2. Die Referenz finden. Suchen Sie sich einen Referenzton für die tiefste E-Saite. Das kann ein Klavier, eine Stimmgabel, eine andere gestimmte Gitarre oder sogar eine Handy-App sein. Spielen Sie das tiefe E und den Referenzton abwechselnd an. Drehen Sie den Stimmwirbel langsam, bis beide Töne gleich klingen. Wenn der Ton zu tief ist, drehen Sie nach rechts (höher). Ist er zu hoch, drehen Sie nach links (tiefer).
  3. Die A-Saite stimmen. Greifen Sie die E-Saite am 5. Bund und spielen Sie sie an - das ist ein A. Spielen Sie dann die leere A-Saite (zweite Saite von unten). Beide Töne sollten gleich klingen. Stimmen Sie die A-Saite so lange, bis sie mit dem gegriffenen A auf der E-Saite übereinstimmt. Lassen Sie beide Saiten gleichzeitig schwingen - wenn sie richtig gestimmt sind, hören Sie keine Schwebungen oder Unstimmigkeiten.
  4. Die D-Saite abstimmen. Greifen Sie die A-Saite am 5. Bund - das ergibt ein D. Spielen Sie diesen Ton und vergleichen Sie ihn mit der leeren D-Saite (dritte Saite). Stimmen Sie die D-Saite, bis beide Töne identisch klingen. Achten Sie darauf, dass Sie die Saite nicht zu fest greifen, da das den Ton verfälschen kann. Ein sanfter, aber bestimmter Druck reicht völlig aus.
  5. Die G-Saite einstellen. Greifen Sie die D-Saite am 5. Bund für ein G und vergleichen Sie es mit der leeren G-Saite (vierte Saite). Hier ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, da die G-Saite oft zum Verstimmen neigt. Spielen Sie beide Töne mehrmals hintereinander und achten Sie auf kleinste Unterschiede. Die G-Saite ist richtig gestimmt, wenn sie perfekt mit dem gegriffenen G übereinstimmt.
  6. Die H-Saite justieren. Bei der H-Saite ändert sich das Muster: Greifen Sie die G-Saite am 4. Bund (nicht am 5.!). Das ergibt ein H. Vergleichen Sie diesen Ton mit der leeren H-Saite (fünfte Saite). Das ist oft der schwierigste Schritt, da der Intervalsprung anders ist. Nehmen Sie sich hier extra Zeit und hören Sie genau hin.
  7. Die hohe E-Saite fertigstellen. Für die dünnste Saite greifen Sie die H-Saite am 5. Bund - das ist wieder ein E, aber eine Oktave höher als die tiefste Saite. Stimmen Sie die hohe E-Saite nach diesem gegriffenen Ton. Als Kontrolle können Sie auch die leere hohe E-Saite mit der leeren tiefen E-Saite vergleichen - sie sollten gleich klingen, nur in verschiedenen Oktaven.
  8. Die Stimmung überprüfen. Spielen Sie alle Saiten nacheinander leer an und hören Sie, ob alles harmonisch klingt. Greifen Sie einen einfachen Akkord wie E-Dur oder A-Dur - er sollte sauber und ohne schräge Töne klingen. Falls etwas nicht stimmt, wiederholen Sie den entsprechenden Schritt. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl dafür, welche Saite nicht stimmt.