So baut ihr gemeinsam eine Wetterstation mit Arduino
Eine einfache Anleitung zum Bau einer funktionsfähigen Wetterstation mit Arduino für die ganze Familie.
- Was ihr braucht. Für eure Wetterstation benötigt ihr: einen Arduino Uno oder Nano, einen DHT22-Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ein LCD-Display (16x2), einen Luftdrucksensor (BMP280), Breadboard und Verbindungskabel, einen wetterfesten Gehäuse-Bausatz, eine 9V-Batterie oder ein Netzteil. Optional könnt ihr noch einen Regensensor und einen Lichtsensor dazukaufen. Die meisten Teile bekommt ihr im Elektronik-Fachhandel oder online als Arduino-Wetterstation-Set.
- Die Schaltung aufbauen. Beginnt mit dem Breadboard auf dem Tisch. Verbindet zuerst den DHT22-Sensor: das Plus-Kabel an den 5V-Pin des Arduino, das Minus-Kabel an GND und das Datenkabel an Pin 2. Das LCD-Display braucht mehr Verbindungen: VSS und RW an GND, VDD an 5V, V0 an einen 10k-Widerstand, RS an Pin 12, Enable an Pin 11, D4-D7 an die Pins 5-2. Zum Schluss den BMP280: VCC an 3.3V, GND an GND, SDA an Pin A4 und SCL an Pin A5. Überprüft alle Verbindungen doppelt, bevor ihr den Arduino anschließt.
- Den Code programmieren. Ladet die Arduino-Entwicklungsumgebung herunter und installiert die nötigen Bibliotheken: DHT sensor library, LiquidCrystal und Adafruit BMP280. Der Grundcode liest die Sensordaten aus und zeigt sie auf dem Display an. Beginnt mit einem einfachen Programm, das nur Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzeigt. Erweitert es dann um den Luftdrucksensor. Das Programm sollte alle 5 Sekunden neue Werte messen und auf dem Display wechseln zwischen den verschiedenen Messwerten. Speichert den Code regelmäßig ab und testet jede Ergänzung einzeln.
- Das Wetterfeste Gehäuse bauen. Für den Außeneinsatz braucht eure Wetterstation Schutz vor Regen und Sonne. Verwendet eine durchsichtige Plastikbox mit Deckel. Bohrt kleine Löcher für die Sensorkabel - diese sollten nach unten zeigen, damit kein Wasser eindringt. Der DHT22-Sensor muss Luftkontakt haben, aber vor direktem Regen geschützt sein. Baut eine kleine Überdachung aus Plastik darüber. Das Display könnt ihr entweder drinnen über ein langes Kabel anzeigen lassen oder wasserdicht ins Gehäuse einbauen. Testet die Dichtigkeit mit einem Gartenschlauch, bevor ihr die Elektronik einbaut.
- Aufstellen und testen. Sucht einen guten Standort für eure Wetterstation: geschützt vor direkter Sonne, aber mit freier Luftzirkulation, etwa 1,5 Meter über dem Boden. Ein Balkon oder geschützter Gartenbereich eignet sich gut. Schließt die Stromversorgung an und startet das System. Vergleicht eure Messwerte mit dem offiziellen Wetterbericht - kleine Abweichungen sind normal. Führt ein Wetter-Tagebuch und notiert täglich eure Messwerte. So könnt ihr Wettertrends erkennen und lernt, das Wetter besser zu verstehen.