Wie man einen funktionsfähigen Kompass bastelt
Mit einfachen Haushaltsmitteln einen echten Kompass bauen, der Norden anzeigt.
- Was ihr braucht. Sammelt diese Materialien: Eine Nähnadel oder Büroklammer, einen kleinen Magneten (zum Beispiel einen Kühlschrankmagnet), eine flache Schüssel mit Wasser, ein kleines Stück Kork oder Styropor (alternativ ein Blatt Papier), eventuell einen echten Kompass zum Vergleichen. Alle Materialien findet ihr normalerweise zu Hause.
- Die Nadel magnetisieren. Nehmt die Nähnadel und reibt sie etwa 50 Mal in dieselbe Richtung mit dem Magneten ab. Wichtig: Immer vom Nadelöhr zur Spitze streichen und den Magneten nach jedem Streich abheben. Nicht hin und her reiben! Dadurch richten sich die Eisenteilchen in der Nadel aus und sie wird selbst zum Magneten. Je öfter ihr reibt, desto stärker wird der Magnetismus.
- Den Schwimmkörper vorbereiten. Schneidet ein kleines Stück Kork oder Styropor ab, etwa so groß wie eine Münze. Falls ihr keins habt, könnt ihr auch ein kleines Stück Papier verwenden - das funktioniert für kurze Zeit ebenfalls. Legt die magnetisierte Nadel vorsichtig auf den Schwimmkörper. Die Nadel sollte waagerecht liegen und nicht ins Wasser fallen.
- Den Kompass testen. Füllt die Schüssel mit stillem Wasser und setzt euren Schwimmkörper mit der Nadel hinein. Wartet einen Moment - die Nadel wird sich langsam drehen und in Nord-Süd-Richtung ausrichten. Ein Ende zeigt nach Norden, das andere nach Süden. Wenn ihr einen echten Kompass habt, könnt ihr vergleichen und herausfinden, welches Ende nach Norden zeigt.
- Warum funktioniert das?. Die Erde ist ein riesiger Magnet mit Nord- und Südpol. Eure magnetisierte Nadel richtet sich nach dem Erdmagnetfeld aus, genau wie ein echter Kompass. Das ist derselbe Grund, warum Zugvögel ihren Weg finden - viele Tiere spüren das Magnetfeld der Erde. Euer selbstgebauter Kompass zeigt die magnetischen Pole, die etwas von den geografischen Polen abweichen.