Mit Aquarellfarben malen, ohne das Bild zu verderben
Lernen Sie die wichtigsten Techniken, damit das Aquarellmalen mit Kindern gelingt und Spaß macht.
- Die richtige Vorbereitung. Decken Sie den Tisch mit Zeitungspapier oder einer Plastikfolie ab. Stellen Sie zwei Gläser mit Wasser bereit – eines zum Pinsel ausspülen, eines mit sauberem Wasser. Legen Sie Küchenrollen oder alte Tücher zum Abtupfen griffbereit. Verwenden Sie Aquarellpapier oder dickeres Papier, das nicht so schnell aufweicht. Ziehen Sie den Kindern alte Kleidung an oder verwenden Sie Malkittel.
- Weniger ist mehr bei der Farbe. Nehmen Sie nur wenig Farbe auf den Pinsel – ein kleiner Tropfen reicht oft aus. Zu viel Farbe macht das Papier matschig und die Farben vermischen sich unkontrolliert. Tauchen Sie den Pinsel ins Wasser, dann vorsichtig in die Farbe. Bei Tubenfarben genügt ein winziger Klecks auf der Palette. Erklären Sie Kindern: 'Erst wenig nehmen, dann mehr dazu, wenn nötig.'
- Das richtige Mischen der Farben. Mischen Sie Farben am besten auf einer Palette oder einem separaten Papier, nicht direkt im Malkasten. So bleiben die ursprünglichen Farben sauber. Spülen Sie den Pinsel zwischen verschiedenen Farben gründlich aus und tupfen ihn ab. Beginnen Sie mit hellen Farben und arbeiten Sie sich zu dunkleren vor – das ist einfacher als umgekehrt.
- Schicht für Schicht aufbauen. Lassen Sie jede Farbschicht komplett trocknen, bevor Sie die nächste auftragen. Das dauert je nach Papier und Raumtemperatur 5-15 Minuten. So entstehen klare Formen statt ungewollter Farbmatsch. Nutzen Sie die Wartezeit, um an anderen Bildstellen zu arbeiten oder eine zweite Zeichnung zu beginnen.
- Fehler geschickt korrigieren. Zu nasse Stellen können Sie mit einem sauberen, trockenen Pinsel oder Küchenpapier vorsichtig abtupfen – aber nur, solange die Farbe noch feucht ist. Aus 'Fehlern' lassen sich oft neue Ideen entwickeln: Ein Klecks wird zur Sonne, ein Verlauf zum Himmel. Erklären Sie Kindern, dass beim Aquarell 'Zufälle' oft die schönsten Effekte entstehen lassen.