Handlettering lernen: So gelingt schöne Schrift für die ganze Familie

Lernen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die Grundlagen des Handletterings und gestalten Sie wunderschöne Schriftzüge.

  1. Die richtige Ausstattung besorgen. Für den Anfang brauchen Sie nicht viel: Papier mit Linien oder Punktraster, Bleistifte, Radiergummi und einfache Filzstifte reichen völlig aus. Glattes Papier eignet sich besser als raues, da die Stifte gleichmäßiger gleiten. Später können Sie mit speziellen Brush Pens, Fineliner in verschiedenen Stärken oder sogar Kalligrafie-Füllern experimentieren. Achten Sie darauf, dass die Stifte für das Alter Ihrer Kinder geeignet sind.
  2. Grundhaltung und Stifthaltung üben. Setzen Sie sich aufrecht hin und legen Sie das Papier gerade vor sich. Halten Sie den Stift entspannt zwischen Daumen und Zeigefinger, der Mittelfinger stützt von unten. Der Stift sollte in einem 45-Grad-Winkel zum Papier stehen. Bewegen Sie beim Schreiben den ganzen Arm, nicht nur das Handgelenk. Das verhindert Verkrampfungen und macht die Buchstaben gleichmäßiger.
  3. Mit einfachen Strichen anfangen. Beginnen Sie mit grundlegenden Strichen: gerade Linien nach oben und unten, Ovale, Wellen und Schleifen. Üben Sie diese Grundformen immer wieder, bis sie flüssig von der Hand gehen. Diese Übungen sind wie Aufwärmen beim Sport – sie bereiten Ihre Hand auf die komplexeren Buchstaben vor. Zeichnen Sie die Striche langsam und gleichmäßig, Geschwindigkeit kommt mit der Zeit.
  4. Einfache Buchstaben gestalten. Fangen Sie mit den einfacheren Buchstaben an: i, l, o, c eignen sich gut für den Einstieg. Achten Sie darauf, dass alle Buchstaben die gleiche Höhe haben und gleichmäßig aussehen. Nutzen Sie Linien als Hilfe – vier Linien helfen dabei, Ober-, Mittel- und Unterlängen richtig zu proportionieren. Üben Sie jeden Buchstaben einzeln, bevor Sie ganze Wörter schreiben.
  5. Wörter und Sätze zusammenfügen. Wenn die einzelnen Buchstaben sitzen, verbinden Sie sie zu Wörtern. Achten Sie auf gleichmäßige Abstände zwischen den Buchstaben – sie sollten weder zu eng noch zu weit auseinander stehen. Bei Sätzen lassen Sie zwischen den Wörtern etwa so viel Platz wie ein Buchstabe breit ist. Üben Sie zunächst kurze, einfache Wörter wie 'Hallo' oder Namen von Familienmitgliedern.
  6. Schrift verzieren und gestalten. Jetzt wird es kreativ: Experimentieren Sie mit verschiedenen Strichstärken, indem Sie manche Linien dicker oder dünner zeichnen. Fügen Sie kleine Verzierungen hinzu wie Punkte, Herzchen oder einfache Schnörkel. Spielen Sie mit Schatten, indem Sie parallel zu Ihren Buchstaben eine zweite, dünnere Linie ziehen. Verschiedene Farben machen das Lettering noch lebendiger.