Wie man alles aus dem echten Leben skizziert

Lernen Sie mit Ihrer Familie, wie man Gegenstände, Menschen und Szenen aus dem echten Leben zeichnet.

  1. Die richtige Ausrüstung besorgen. Sie brauchen nicht viel zum Anfangen. Ein einfacher Bleistift (HB oder 2B), ein Radiergummi und normales Papier reichen völlig aus. Für Kinder eignen sich dickere Stifte oder Buntstifte besonders gut, da sie leichter zu greifen sind. Später können Sie auf Skizzenpapier und verschiedene Bleistifthärten umsteigen. Wichtig ist ein fester Untergrund – ein Buch oder ein Klemmbrett funktioniert prima.
  2. Den perfekten Gegenstand wählen. Beginnen Sie mit einfachen, unbeweglichen Objekten. Früchte, Spielzeug, Bücher oder Tassen sind ideal für den Anfang. Wählen Sie etwas mit klaren, einfachen Formen und vermeiden Sie zunächst sehr detaillierte oder gemusterte Gegenstände. Platzieren Sie das Objekt in gutem Licht – am besten bei Tageslicht oder unter einer hellen Lampe. So sehen Sie die Schatten und Formen deutlicher.
  3. Die Grundformen erkennen. Schauen Sie sich Ihren Gegenstand genau an und suchen Sie nach den Grundformen: Kreise, Rechtecke, Dreiecke oder Ovale. Ein Apfel ist im Grunde ein Kreis, eine Banane ein gebogenes Oval. Zeichnen Sie zuerst diese einfache Grundform leicht auf das Papier. Diese erste Skizze muss nicht perfekt sein – sie ist nur Ihr Gerüst. Auch komplizierte Dinge bestehen aus einfachen Formen, die zusammengesetzt werden.
  4. Proportionen richtig einschätzen. Halten Sie Ihren Bleistift mit ausgestrecktem Arm vor sich und messen Sie damit die Größenverhältnisse Ihres Objekts. Wie oft passt die Breite in die Höhe? Diese Technik hilft dabei, die Proportionen richtig zu erfassen. Schauen Sie auch auf die Abstände: Wo befindet sich die breiteste Stelle? Wo wird es schmaler? Zeichnen Sie zunächst nur die groben Umrisse und verfeinern Sie diese schrittweise.
  5. Licht und Schatten verstehen. Beobachten Sie, woher das Licht kommt und wo es Schatten wirft. Die hellsten Stellen bleiben weiß oder werden nur leicht schraffiert. Die dunkelsten Bereiche bekommen die stärkste Schattierung. Dazwischen gibt es viele Grautöne. Beginnen Sie mit hellen, lockeren Strichen und verstärken Sie die dunklen Bereiche allmählich. Schatten geben Ihrer Zeichnung Tiefe und lassen sie dreidimensional wirken.
  6. Details hinzufügen. Erst wenn die Grundform und die groben Schatten stimmen, kümmern Sie sich um Details. Das können die Maserung eines Apfels, die Textur einer Stoffoberfläche oder kleine Besonderheiten sein. Weniger ist oft mehr – konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Details, die den Charakter des Gegenstands ausmachen. Zu viele Details können eine Zeichnung schnell überladen wirken lassen.
  7. Menschen und Tiere skizzieren. Bei bewegten Motiven wie Menschen oder Haustieren müssen Sie schneller arbeiten. Konzentrieren Sie sich auf die groben Formen und die Haltung. Ein paar einfache Striche können schon eine Bewegung oder Stimmung einfangen. Lassen Sie Ihr Kind zunächst beim Spielen oder Fernsehen skizzieren, wenn es still sitzt. Gesichter sind schwierig – beginnen Sie lieber mit der ganzen Figur und einfachen Posen.