Wie ihr euer Lieblingstier realistisch zeichnet

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Kinder jeden Alters lernen, ihre Lieblingstiere lebensecht zu zeichnen.

  1. Das richtige Material zusammenstellen. Beginnt mit einfachen Materialien: Bleistifte verschiedener Härte (2H für helle Linien, HB für mittlere Töne, 2B für dunkle Schatten), einen Radiergummi und normales Zeichenpapier. Für Kinder unter 6 Jahren reichen zunächst ein weicher Bleistift und Buntstifte. Legt auch Fotos oder Bücher mit guten Tierbildern bereit - diese helfen beim Verstehen der Proportionen und Details.
  2. Das Tier genau betrachten und verstehen. Schaut euch euer gewähltes Tier zunächst ausgiebig an. Welche Form hat der Kopf? Wie verhält sich die Größe der Ohren zum restlichen Kopf? Wo sitzen die Augen? Wie ist das Fell strukturiert? Macht euch Notizen oder kleine Skizzen zu diesen Beobachtungen. Bei lebenden Tieren wie Haustieren könnt ihr auch direkt vom Tier abzeichnen, wenn es ruhig liegt oder schläft.
  3. Mit einfachen Grundformen beginnen. Startet immer mit simplen geometrischen Formen. Ein Hundekopf beginnt oft mit einem Oval, der Körper mit einem größeren Oval oder Kreis. Zeichnet diese Grundformen zunächst sehr leicht auf. Diese Hilfslinien werden später wegradiert, deshalb nicht fest aufdrücken. Verbindet die Formen sanft miteinander und achtet dabei auf die richtigen Proportionen - der Kopf eines Welpen ist im Verhältnis zum Körper größer als bei einem erwachsenen Hund.
  4. Details schrittweise ausarbeiten. Fügt nun nach und nach Details hinzu. Beginnt mit den Augen - sie sind oft der Schlüssel zu einem lebendigen Ausdruck. Achtet auf die Form der Pupillen (rund bei Hunden und Katzen, waagerecht bei Ziegen) und lasst kleine weiße Lichtreflexe stehen. Dann kommen Nase, Mund und Ohren dazu. Arbeitet von den großen zu den kleinen Details vor. Das Fell oder Federn zeichnet ihr erst ganz zum Schluss.
  5. Schatten und Licht für Lebendigkeit. Licht und Schatten machen eure Zeichnung dreidimensional. Überlegt, woher das Licht kommt - meist von oben links. Dunkle Bereiche entstehen unter dem Kinn, hinter den Ohren oder unter dem Bauch. Helle Stellen sind dort, wo das Licht direkt auftrifft: Stirn, Nasenrücken oder Rücken. Baut die Schatten langsam mit sanften Strichen auf. Lieber mehrmals leicht schraffieren als einmal zu dunkel.
  6. Fell und Texturen richtig darstellen. Für Fell zeichnet ihr in die Richtung, in die es wächst - meist vom Körper weg. Verwendet kurze, schnelle Striche für kurzes Fell und längere, fließende Linien für langes Fell. Bei Vögeln folgen die Federstriche der natürlichen Federrichtung. Reptilienhaut besteht aus kleinen Schuppen - zeichnet diese als winzige Ovale oder Kreise. Variiert die Strichstärke: dünn für feines Fell, kräftiger für grobes Fell.